Daruma, der Glücksbringer in Japan

 
Zum Neujahrsfest werden  in Japan vor Tempelanlagen hölzerne Stände aufgestellt um Glücksbringer, 'grüssende Katzen' (manekineko) und rotgefärbte, Männerköpfe, auf japanisch 'Daruma' genannt, verkauft. Im Gegensatz zu dem bei uns bestens bekannten Mann in rot, der uns vor Weihnachten aufsuchten, schauen die Daruma nicht so lustig aus. Sie haben weder Arme noch Beine und die Pupillen beider Augen fehlen.
 
Niemand weiss wirklich genau woher diese Figur kommt, die Legenden und die Geschichten, welche die Daruma Puppe, eine Karikatur des Bodhidarma umgeben, sind zahlreich und widersprechen sich häufig.
 
Historische Tatsache ist, dass im fünften Jahrhundert der indische Priester Bodhidarma, den Zen-Buddhismus entwickelt haben soll. Die Lehre Darumas wurde die Grundlage des Zen Buddhismus, welche in China schnell populär wurde und zahlreiche Sekten sich etablieren konnten. In Japan eingeführt, wurde im 12. Jahrhundert Zen zur bevorzugten Religion der Samurai. Um Erleuchtung zu erreichen, werden lange Meditationen abgehalten. Diese Lernabschnitte (zazen) werden sitzend vorgenommen.
 
Gleichzeitig mit der Einführung von Zen wurde in Japan der grüne Tee beliebt, welcher helfen soll, die Schläfrigkeit während langer 'zazen' zu vertreiben. Es wird erzählt, dass Daruma grüne Teetriebe auf seiner Reise von China nach Japan mit sich trug. Zu seinen Ehren werden heute noch in einigen Tempeln spezielle Teezeremonien abgehalten.
 
Eine Version der Legende besagt, dass Daruma sitzend neue Jahre vor einer Höhlenwand meditiert habe, und dies, ohne mit den Augen zu zwinkern. Eine andere Legende besagt, dass er sich die Augenlider abschnitt um zu verhindern, dass er während der Meditation einschlief. Die ersten zwei  Grünteetriebe sollen da gewachsen sein, wo Daruma seine Augenlider weggeworfen habe.
 
 


Daruma auf koreanischem Medizinschränkchen

Wie auch immer, nach neunjähriger Meditation fielen Daruma's Beine und Arme ab, da sie in all diesen Jahren nie bewegt wurden.
 
Alles in allem ist die Daruma-Puppe kein hübscher, sondern eher ein furchterregender Anblick,
was mit seinem bärtigen, finsteren Blick und den freien Augen zu tun hat.
 
 

Für die Japaner symbolisiert Daruma Disziplin, Willensstärke, Opferbereitschaft und Nachsicht. Jeweils zum Jahreswechsel kaufen viele Firmen einen grossen Daruma und malen ein Auge auf, welches ihr Ziel für das kommende Jahr darstellt. Das gemalte Auge von Daruma ist immer geöffnet und auf das Ziel konzentriert; wenn es erreicht wird, wird das andere Auge gemalt. "Beide Augen öffnen sich" ist tatsächlich ein Ausdruck für Erfolg in Japan.
 
Einzelpersonen führen diesen Brauch für persönliche Ziele wie Prüfungen, Arbeitssuche oder persönliche Wünsche durch. Politische Anwärter am Anfang einer Wahlperiode kaufen häufig ein Daruma und wenn sie gewinnen, wird in einem festlichen Akt das zweite Auge vom Gewinner gemalt.

Am Jahresende werden die aus Pappmaché bestehenden Daruma Puppen zum Tempel getragen, um sie in einem grossen Feuer zu verbrennen und um neue Puppen nach Hause oder ins Büro mitzunehmen.

Nicht so üblich wie die roten Daruma, aber mehr bezaubernd sind die kleineren, weiblichen Daruma, die die klassische Form haben, aber mit den kompletten und süssen Gesichtern. Das 'Hachiman daruma' hat ein mildes, weisses Gesicht, einen roten Mantel geschmückt mit dem Design der Kiefer, Bambus und Pflaume, und wird häufig als Neujahrsgeschenk verwendet.
 

Oft werden die weissen Daruma auch als Glückstalisman verwendet und auf den Brautschrank (tansu) der neuen Braut gesetzt.
 
Ein andere, liebliche Form bekannt als 'Hime daruma', hilft für gute Gesundheit der Kinder. Es wird auch verwendet, um die Heilung eines Invaliden zu beschleunigen und wird am Neujahrestag verkauft. Hime daruma sind leicht an der Kinderfrisur erkennbar.


Daruma Netsuke

   


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