Japan Geschichte: Meiji-Zeit (1868 -1912)
 
Nach dem 250-jährigen Frieden der Edo-Periode (1603-1868) begann sich das Shôgunat langsam zu überleben. Kräfte, die den Kaiser wieder einsetzen wollten, wurden immer stärken, Kräfte, die verhindern wollten, dass sich das Reich dem Ausland öffnet. Als sich jedoch vor der Küste Hokkaidôs wie auch auf der Hauptinsel die Russen und Amerikaner bemerkbar machten und der ausländische Einfluss immer grösser wurde, kam es zum Ausbruch offener Unruhen, an deren Ende sowohl die Wiedereinsetzung des Kaiser stand wie auch die Öffnung des Landes.

 

Admiral Perry und die Meiji-Restauration

 
1853 landete eine amerikanische Schlachtschiffflotte vor Uraga und der amerikanische Admiral Perry forderte die Öffnung des Hafens. Dieser Herausforderung konnten sich die Samurai nicht stellen, denn sie hatten den mit schweren Geschützen ausgestatteten Schiffen nichts entgegen zu setzen. Dies war der Beginn der Öffnung des Landes.

Schwarzes Schiff in Yokohama
Bei Perrys zweiter Reise 1854 nach Japan, erzwang die amerikanische Delegation und die Regierung des japanischen Shogunat das Abkommen von Kanagawa. Andrer europäischen Länder folgten bald und im Jahr 1858 hatten England, Frankreich, Russland und die Niederlande mit Japan Abkommen zur Förderung des Handels abgeschlossen.
 

Die Shôgun-Regierung trat zurück und es wurde beschlossen, den Kaiser (Tenno) wieder in seine ursprünglichen Rechte als oberste Regierungsautorität einzusetzen. Der Übergang zur neuen Zeit führte zu einigen blutigen Auseinandersetzungen zwischen Erneuerern und Anhängern des alten Regimes, welche um ihr Privilegien fürchteten. Da jedoch viele Japaner erkannten, dass sie im Vergleich zu anderen Ländern in der Welt, technologisch weit zurücklagen. übernahm 1868 der Kaiser Meiji die Verantwortung für die Geschicke des Landes. Ein dramatischer Prozess begann, der die japanische Gesellschaft vollständig umkrempelte.
 

 
Die japanische Bevölkerung hatte über 250 Jahre lang keine Fremden gesehen. Diese Veränderungen wurden in einem ganz neuen Genre der japanischen Farbholzschnitten (ukiyo-e) dargestellt.

Die Neugierde und Wissensdurst über den unterschiedlichen Lebensstil dieser so seltsamen Neulinge und ihrer technischen Errungenschaften war kaum zu befriedigen. Bestaunt wurden Schiffe aus Eisen, Kutschen, die von Pferden gezogen wurden, Lokomotiven, Dampfmaschinen oder Heissluftballone, welche bis dahin in Japan unbekannt waren. Während der ersten Jahre waren Ausländer auf einen Umkreis von 25 Meilen um Yokohama geschränkt. Diese Beschränkung war vorallem eine Vorsichtsmassnahme um die Ausländer vor feindlichen Angriffen der Samurai zu schützen.
 
Reformen waren nötig, um der Bedrohung durch das Ausland Herr zu werden. Diese wurden bald eingeleitet. Ihre Initiatoren kamen von den Daimyô-Schulen. Ueber 3000 Berater verschiedener Nationen wurden ins Land geholt. Aus Japan wurden Delegationen und Studenten ins Ausland geschickt.
 
Die Prinzipien" der kaiserlichen Meiji-Reform wurden verkündet: "Es möge ein jeder Weisheit suchen in der Welt und neue Erkenntnisse beitragen zur Festigung der kaiserlichen Regierung." Neue Gesetze (welche teilweise nach dem verlorenen Krieg 1945 wieder abgeschafft wurden), wurden teilweise nach dem preussischem Vorbild geschaffen.

 

 
Möbel im japanischen Stil, Hibachi, Tansu, Kuruma
 
08K-02.jpg Treppenmöbel Es war das Ende des Feudalsystems und der Beginn der Demokratisierung der Meiji-Periode, welche den Beginn des 'Goldene Zeitalters' der japanischen Möbel bedeutete. Die Absetzung der Samurai und eine neues Taxsystem ermöglichte den normalen Menschen nun endlich ein anständiges Dasein. Sie waren nicht mehr länger ängstlich Besitz zu zeigen und Möbel sowie andere Einrichtungsgegenstände wurden tägliche Gebrauchsartikel. 
 
Um den Zusammenhang der koreanischen Möbel mit japanischem Design verstehen zu können, muss man auf die gemeinsame Geschichte der zwei Länder zurückgreifen. 
 

Tansus (Möbelstücke mit Schubladen), die zur Aufbewahrung von Gewändern verwendet wurden, wurden ursprünglich von Korea nach Japan exportiert. 

Je nach Qualität der Ausarbeitung waren sie für die führenden Daimyos und Samuraifamilien bestimmt und trugen deren Familienwappen. Sie waren so gearbeitet, dass die sommerliche Feuchtigkeit nicht in sie eindringen konnte. Später haben die japanischen Holzhandwerker diese Tansus für ihre eigenen Bedürfnisse angepasst und weiterentwickelt, sodass sie in den traditionellen japanischen Häusern optimal eingesetzt werden konnten. Typische japanische Möbel sind die Hibachi, Kuruma und Tansu. Am besten bekannt sind jedoch die japanischen Treppenmöbel (Kaidan Dansu), welche oft bei Händlern und in den zweistöckigen Bauernhäusern zu finden waren.

Ikebana, die Kunst des japanischen Blumensteckens,  lässt sich mit diesen Möbeln ideal kombinieren. Sie bilden die perfekte Kulisse um Blumenarrangements zu unterstreichen.
 
Um 1890 während der Meiji-Restauration, entwickelte sich ein neuer Ikebana-Stil namens Moribana (盛り花, aufgetürmte Blumen). Dieser Stil erschien teilweise mit der Einführung westlicher Blumen und der Verwestlichung des japanischen Lebens. Der Moribana-Stil, der eine neue Freiheit des Blumensteckens schuf, wurde für Landschafts- oder Gartenszenen verwendet. Es ist ein Stil der überall genossen werden kann und zu formellen sowie informellen Situationen passt.

Im Gegensatz zum Nageire werden die verwendeten Materialien nicht in einer Vase sondern in einer flachen Schale arrangiert. Zur Befestigung wird hierbei ein Kenzan (剣山) verwendet der aus Messingnadeln besteht, die in eine Bronze- oder Bleiplatte eingegossen sind.


Moribana
 

   



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