Japan Geschichte: Momoyama-Periode (1573-1603)
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts waren in Japan die kriegerischen Wirren, Familienfehden, Schlachten und oft blutig ausgehenden Intrigen noch immer nicht beendet, auch wenn sich Ende des 15. Jahrhunderts bereits die neue Zeit ankündigte. Auseinandersetzungen , welche mit Abständen seit mehreren Jahrhunderte andauerten, hatten schreckliche Zerstörungen hinterlassen. Jedoch, entstanden auf künstlerischem Gebiet, prächtige, mit Gold verzierte Bauten.
 
Der Toshogu Schrein in Nikko ist von diesem neuen Kunstverständnis beeinflusst. Dieser Schrein ist nicht nur als Grabmal von Ieyasu Tokugawa, sondern auch für das Bild der 'drei Affen'  bekannt.


Der Toshogu-Schrein wurde 1634-1636 erbaut. Er bildet ein gutes Beispiel für die Mischung von buddhistischer und shintoistischer Architektur.


Toshogu Schrein in Nikko mit Steinlaternen

 
Als Gegensatz dazu entstand die Ästhetik des Schlichten und Klaren, welche sich vor allem in der Teekunst manifestiert. Die Teezeremonie wurde erst richtig populär, als sich eine verfeinerte und stilisierte Form der Umgangsformen innerhalb der Klasse der Aristokraten und Samurai entwickelt hatte. Damals erhielt die Teekunst ihre bis heute gültige Gestalt, indem Reinheit, Harmonie, Stille und Erfahrung des Selbst in Kommunikation mit den anderen zu Ihrem Inhalt werden.
 

Zu dieser Zeit errichteten aber auch die grossen Samuraifamilien ihre Burgen in einer nur in Japan bekannten Architektur aus turmartigen Geschossen mit einer Vielzahl von Dächern.
 

Das 1583 von Toyotomi Hideyoshi gebaute Schloss in Osaka wurde auf dem Gelände des ehemaligen Honganji Tempels errichtet. Im Winter 1615 sowie im Sommer des Jahres 1615 wurde das Schloss hart umkämpft. Nach seiner Zerstörung durch Tokugawa leyasu wurde das Schloss unter Tokugawa Hidetada von 1620 bis 1629 wieder neu aufgebaut. 

26 Jahre später fiel der Hauptturm einem Blitzschlag zum Opfer, der ihn vollständig einäscherte. Das Gebäude wurde erst 1931 wieder aufgebaut, und dient seit 1947 als Museum.
 
Die Auseinandersetzungen, welche mit Abständen mehrere Jahrhunderte dauerten, hatten schreckliche Zerstörungen hinterlassen. Erst durch das Zusammenwirken von drei grossen Persönlichkeiten, von Oda Nobunaga (1534-1582), Toyotomi Hideyoshi (1536-1598) und Tokugawa leyasu (1542-1616), konnten sie endgültig beendet worden. Oda Nobunaga gelang es bis zu einem gewissen Grad, die rivalisierenden Fürsten bzw. Familien unter Kontrolle zu bringen. Dieses Werk konnte er jedoch nicht vollenden, da er in den Selbstmord (Seppuku)  getrieben wurde. Der aus niederem Samurai-Stand aufgestiegene Toyotomi Hideyoshi, riss die Macht an sich und versuchte das Einigungswerk fortzusetzen, was er 1590 fast erreicht hatte.

 
Hideyoshi besass sehr viel Ehrgeiz und wäre gar zu gern Shôgun geworden, doch da er nicht aus dem Haus Minamoto stammte - das war die Voraussetzung für das Shôgun-Amt -, blieb es ihm versagt.
  
Die Zeit, in der die Bürgerkriege verebbten und die Kultur wieder aufblühte, heisst "Azuchi Momoyama-Zeit". In der Zeit der streitenden Reiche wurden viele ökonomische Systeme in Japan verbessert: Viele daimyô förderten die Entwicklung von neuen Reisfeldern, die Kontrolle der Wasserfluten, neue Minen und Händler beim Aufbau ihres Geschäfts.
 
 

Teezeremonie in der Momoyama-Zeit
 

Hideyoshi war ein besonderer Freund der Teekunst und Schüler das grossen Teemeisters Sen no Rikyu (1521-1591), was Hideyoshi jedoch nicht daran hinderte, Rikyu aus politischen Gründen zum Selbstmord zu zwingen.

Die Teemeister der Momoyama-Periode, allen voran Sen no Rikyu, haben unter dem Einfluss der Zen-Lehre die Teezeremonie (cha-no-yu) entwickelt.
 
Die Teezeremonie wird als eigenständige Kunstform betrachtet, da sie auch ganz handfeste Auswirkungen auf die Künste und das Kunsthandwerk ausübte. Dank der Teezeremonie blühte das Handwerk der Porzellanherstellung sowie der Darstellung der Kunst in Holzschnittdrucken (ukiyo-e).
 


Shiro Kasamatsu Teezeremonie

Seit der Einführung der Teezeremonie in Japan wurde die Kunst des sado von Generation zu Generation weiter vererbt und in verschiedenen Schulen unterrichtet.

Diese Schulen existieren noch bis in unsere heutige Zeit. Jede Schule hat leicht unterschiedliche Formen. Die wichtigsten Schulen sind Urasenke, Omote und Mushakoji. 
 
Da Teezeremonien oftmals abends stattfanden, dienten Steinlaternen dazu, den Gästen den Weg zu den Teehäusern zu erhellen. Man nimmt an, dass ersten Laternen in der Momoyama Periode erstmals produziert wurden.
 
Ikekomi-Gata, Laternen die direkt mit dem Schaft in die Erde eingegraben sind, findet man oft in der Nähe eines Steinbassins (Tsukubai), oder im Garten eines Teehauses.
 


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