| Joseon-Dynastie (Chosun,
Choson)
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Etwa zeitgleich mit dem
Beginn der christlichen Zeitrechnung wurde der
Konfuzianismus in Korea eingeführt.
Dies war etwa zur selben Zeit, als die ersten
geschriebenen Aufzeichnungen aus China die koreanische Halbinsel
erreichte. Dominierend wurde in der koreanischen Gesellschaft der Konfuzianismus
jedoch erst während der Joseon-Dynastie (1392-1910).
Ein ausgewogenen und hoch entwickeltes politischen System ermöglichten dem Herrscher der Joseon-Dynastie die Stabilität des Landes basierend auf den konfuzianischen Prinzipien aufrecht zu erhalten. Regierungsbeamter wurde nur, wer das Kwago, das Examen für den Staatsdienst, bestand. Kandidaten wurden in der klassischen Literatur Chinas geprüft. Der Konfuzianismus bestimmte die strenge Sozialstruktur. Akademisches Studium war im Gegensatz zu Handel und Handwerk gesellschaftlich hoch angesehen. Die Klasse der Yangban, der gelehrten Aristokraten stand an der Spitze der Hierarchie gefolgt vom Militär. Nächst in der Reihe standen die Chungin, die Mittelklasse, welcher Akademiker wie Regierungsbeamte, Doktoren, Anwälte und Künstler angehörten. Die gewöhnlichen Leute, die Sangin, welche den grössten Teil der Bevölkerung ausmachten, bildeten die nächste Rangstufe. Dieser Schicht gehörten die Bauern an, welche Land zum Bewirtschaften erhielten sowie Kaufleute und Handwerker. Zur niedrigsten Schicht, den Ch’onin, zählten die Diener, Leibeigenen und Sklaven.
Nachdem im späten 16. Jahrhundert japanische Invasoren, angeführt vom Kriegsherrn Toyotomi Hideyoshi, auf dem Weg nach China den grössten Teil des Joseon-Reiches überrannt, war die koreanische Halbinsel zum überwiegenden Teil zerstört. Kulturschätze und kunsthandwerkliche Gegenstände wurden geraubt, koreanische Künstler, insbesondere Töpfer wurden gewaltsam nach Japan verschleppt. Dies führte in Japan zu einem Aufblühen der japanischen Keramikherstellung. Der koreanische Widerstand unter der Führung von Admiral Yi Sun-shin mit seinen gepanzerten Schildkrötenschiffen war in der Lage, die japanischen Versorgungslinien zu unterbrechen. Er erreichte nach dem Tode von Hideyoshi, dass sich die Japaner zurückzogen. Der Krieg, der sich auf Korea verheerend auswirkte und einen grossen Teil des Landes zerstörte, endete 1598. Die Mandschus überfielen Korea 1627 und 1636 und eroberten schliesslich das Ming-Reich in China und gründeten die Ch’ing-Dynastie (1644-1911). Ungefähr zu dieser Zeit gewannen liberal gesinnten Gelehrten und Beamten zunehmend an Einfluss und empfahlen eine Modernisierung von Landwirtschaft und Industrie und regelten die Landverteilung neu. Die konservative Regierung versäumte es jedoch diese Ideen umzusetzen. Korea blieb abgeschottet gegenüber dem Westen und den fortschrittlichen Ideen, der Technologie, dem Handel und der Diplomatie. Das Ende der Joseon-Dynastie kam mit
dem zunehmenden Einfluss von Japan, nachdem Japan China, Koreas Schutzmacht,
in einem Krieg besiegte .
Japan, die neue industriellen Macht in Asien, annektierte Korea im Jahr
1905 und machte 1910 Korea zu seiner Kolonie. |
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Roman
& Daniela Jost
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