Die Geschichte und die Merkmale des Han-bok und Hon-bok


Die koreanische Kleidung wurde entsprechend den jahreszeitlichen Änderungen in Korea entworfen. Die Winterkleidung wurde um den menschlichen Körper vor dem kalten Wetter zu schützen hergestellt. Im Sommer wurde die Kleidung  luftiger und leichter gemacht, um dem Körper genügend Luft zuzuführen, und gleichzeitig gegen das feuchte und heisse Wetter zu schützen. Der soziale Stand hatte ebenfalls Auswirkungen auf die Kleidung der Leute. Seit der Periode der drei Königreiche trugen die Leute entsprechend ihrer sozialen Klasse und Zugehörigkeit verschiedene Kleidung.

Auch beeinflussten Korea und China einander in der Mode, weil sie kulturell eng miteinander verwoben waren. Einige Wechsel wurden entsprechend der zeitlichen Entwicklung durchgeführt, aber die Grundform traditioneller koreanischer Kleidung ist erhalten geblieben.

Hanbok.jpg (28867 Byte) Die traditionelle koreanische Kleidung, Hanbok genannt, wird in Massarbeit aus verschiedenen Materialien und Farben hergestellt, je nach Alter des Trägers oder der Trägerin und entsprechend der Gelegenheit, zu der sie getragen wird. Der Hanbok wurde in den traditionellen Beistellmöbeln aufbewahrt. Er besteht aus einer Chogori genannten Bluse und einem Paar Unterhosen (für Männer) oder einem langen Rock (für Frauen). Frauen trugen mehrere Lagen Unterwäsche unter dem Oberrock, und traditionelle Socken namens Beo-seon.

Die Leute trugen einen Doo-roo-ma-ki um den Körper warm zu halten oder für zeremonielle Zwecke. Der zweiteilige Anzug war die Grundform der Kleidung, wie er von nördlichen Reitnomaden getragen wurde, so wie dies in den alten Grabwandgemälden dargestellt ist. Diese Grundform der Kleidung hat sich bis heute erhalten. Die Kleidung reflektiert auch den sozialen Status.

Die Koreaner trugen die Kleidung mit verschiedenen Mustern, Farben und Designs entsprechend ihrer sozialen Klasse. Zum Beispiel trug der König in der Joseon-Dynastie das Gelbe Kleid, das ihn als das Zentrum des Universum darstellte. Die gewöhnlichen Leute trugen normalerweise weissfarbige Kleidung, und dies ist der Grund warum Koreaner "das Volk in weisser Kleidung" genannt werden.

Der Han-bok hat verschiedene Charaktere. Junge Mädchen tragen rote Röcke (Ch’ima) und gelbe Jacken (Chogori) mit gestreiften Ärmeln in bunten Farben, nach der Heirat tragen sie jedoch rote Röcke mit grünen Jacken.

Ältere Frauen bevorzugen eine grosse Vielfalt heller Töne und Muster. Speziell reich verzierte Hanboks werden bei besonderen Zeremonien getragen. Die Winterhanboks werden sowohl für Männer als auch für Frauen aus Seidenbrokat oder Satin gefertigt, die Hanboks für wärmere Jahreszeiten sind aus leichteren Seidenstoffen.

Für den Sommer-Hanbok wird häufig handgewebtes Ramie-Tuch zu steif gestärkten, gazeartigen Kreationen verarbeitet. Beeinflusst von der Mode aus dem T’ang-China trugen die koreanischen Adligen gegen Ende der Zeit der Drei Königreiche grosse Hosen und Jacken mit Gürteln und die adligen Frauen lange Rockhosen und hüftlange Jacken. Später, unter dem Einfluss der Mongolen, wurden die Jacken der Frauen kürzer und die Röcke wurden hoch auf den Hüften getragen. Zum 15. Jahrhundert hin wurden die Röcke wieder länger und direkt unter den Armen gebunden, die Jacken wurden kürzer. Der Hanbok damals hatte ungefähr die gleiche Form wie der heutige Frauen-Hanbok. Die geschwungenen Ärmel, der flache weisse Kragen und die einseitig getragene Schleife des Frauen-Hanbok sind die drei Kriterien, anhand derer die Schönheit eines Hanbok beurteilt wird. Das Erscheinungsbild ist nicht komplett ohne die dazugehörigen Accessoires.

Adlige Frauen der Joseon-Dynastie brachten häufig hunderte von Stunden damit zu, lange, üppig dekorierte Haarbänder, Seidentaschen oder Börsen (Pokjumoni) für Frauen und Männer zu besticken und Norigae herzustellen. Norigae sind Anhänger, die unter der Schleife der Jacke befestigt werden, sie bestehen aus einem Schmuckstück, z. B. einer Schnitzerei aus Jade oder einem kleinen silbernen Messer, mit einer Schleife oben und einer langen Seidenquaste.


 

Der Hon-bok der Männer besteht aus dem Chogori und den Paji (einem Paar Unterhosen). Sie benutzen einen Gürtel um die Taille zu binden und Bänder um die Knöchel herum, um die sackartigen Unterhosen am Körper zu befestigen. Es gab auch Westen und Mäntel für Männer. Zu den Accessoires der Männer zählen meist der steife Hut aus Pferdehaar (Kat), der seit der Shilla-Zeit bis Anfang dieses Jahrhunderts nahezu immer getragen wurde, sowie ein langer Seidengürtel, der um den Bauch geschlungen wird.

Heutzutage werden diese Accessoires jedoch kaum noch von Männern getragen, ausser bei zeremoniellen Anlässen. In der Tat ist die traditionelle Kleidung heute in der Regel besonderen Anlässen vorbehalten, wie der Teilnahme an einer Hochzeitsgesellschaft, dem Neujahrstag und der Feier zum 60. Geburtstag. Dennoch kann man in den Strassen oder in der U-Bahn Leute sehen, die die traditionelle Kleidung beinahe jeden Tag tragen, dies gilt insbesondere für ältere Leute, die den Hanbok öfter anlegen.

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Auf den Märkten findet man heute oft sehr schöne Zeichnungen, die mit Dusche oder in Oel erstellt werden. Oft werden traditionelle Themen gewählt. Beliebt sind Motive von alten Menschen, die im Hanbok oder im Honbok dargestellt werden.
 

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