Incheon's Chinatown, Koreas Tor zu China
Incheon ist mit knapp 2,5 Millionen Einwohnern die viertgrösste Stadt Koreas und gilt, nur knapp 28 Kilometer von der Hauptstadt Seoul entfernt, als einer der wichtigsten Handelsplätze des Landes. Die Hafenstadt am Fluss Hangang erlangte mit dem See-Transport nach China Bedeutung. Ähnlich wie in anderen Städten mit hohem Bevölkerungsanteil aus dem chinesischen Raum gibt es auch in Incheon eine "Chinatown".
 

Gegenüber der Incheon-Station, welche mit der Linie 1 Incheon mit Seoul verbindet,  befindet sich ein bemerkenswertes traditionelles chinesisches Tor (pailou), auf Koreanisch "paeru" genannt). Dieses Tor steht auf vier roten Säulen und wird von einem farbenprächtigen Dach überragt. Mit einer imposanten Höhe von 11 Metern und einer Breite von 17 Metern ladet die Aufschrift "Chinesische Strasse" (Junghwaga) zum Besuch Chinatown's ein.

Dieses Tor steht für die grosse Verbundenheit mit den Festlandschinesen, wurde diese Tor doch als Geschenk von der Stadt Weihai in der chinesischen Provinz Shandong überreicht, um die Partnerschaft mit dem Distrikt Jung-gu in Incheon zu besiegeln.


Incheon hat zwei weitere Tore, eines steht neben dem koreanisch-chinesischen Kulturzentrum, welches mit einem imposanten Gebäude und zwei goldenen Drachen das Strassenbild prägt.

Das dritte, nicht weniger imposante Tor steht  am Eingang des Freiheitsparks (Jayu-Park).

Der Jayu-Park liegt leicht erhöht über Chinatown. Darin befindet sich ein Denkmal zu Ehren General Mac Arthurs, welches an seine historischen Landung in Incheon erinnert.

Die Landung bei Incheon im September 1950 war ein wichtiges militärisches Vorhaben im Koreakrieg (1950-1953). Dabei gelang es den alliierten Truppen unter dem Kommando von General MacArthur einen Brückenkopf im Rücken der in den Süden Koreas vorgerückten nordkoreanischen Verbände zu etablieren und so eine erste Kriegswende herbeizuführen.










Blick vom Jayu-Park über den Hafen von Incheon. Der Hafen ist das Tor zu Seoul und ist nach Busan der zweitwichtigste Hafen Koreas.
 

Wenn man vom zweiten Tor beim Kulturzentrum zum Freiheitspark läuft, kommt die Cheong-il Jogyeji Gyeonggye Gyedan (Grenztreppe zwischen der Qing-chinesischen Nachbarschaft und der japanischen Nachbarschaft) ins Blickfeld.

Diese Treppe wurde 1884, ein Jahr nach der Ansiedlung von Japanern in dem Gebiet, als auch die Chinesen dort eintrafen, erstellt. Sie diente als Grenze zwischen den beiden ausländischen Gemeinschaften. Unschwer ist zu erkennen, dass auf der linken Seite der Treppe Steinlaternen mit chinesischem Design aufgestellt wurden. Im Gegensatz dazu sieht man auf der rechten Seite der Treppe die typisch japanischen Kasuga Steinlaternen.


Mit der Einführung des Buddhismus in Japan wurde die chinesische Gartenbaukunst bei der ersten gegründeten Hauptstadt Heijo-Kyo (Nara) eingesetzt. Am Zugang zum Tempel wurden jeweils Steinlaternen aufgestellt. Die grossen, aufwendig gestalteten Laternen stellen den Mittelpunkt des Gartens dar.


 


(Nara, Japan)

Sockellaternen haben schon die alten Meister des Ukiyo-e fasziniert. Sehen Sie hier einen wunderschönen Holzdruck von Shiro Kasamatsu (1989-1991) vom Toshogu Shrine in Ueno/ Tokyo. 


 

Eine Konfuzius-Statue, die den Hafen von Incheon zu überblicken scheint, befindet sich am oberen Ende der Treppe, die Chinesen und Japaner voneinander trennte.

Die Strasse oberhalb der Treppe zeigt 77 Szenen eines bekannten chinesischen Historienromans, dem Sanguo Yanyi (Romanze der Drei Königreiche), die an den Wänden an beiden Seiten der Strassen gemalt sind. Diese Strasse wurde 2004 als Symbol für die koreanisch-chinesische Freundschaft geschaffen.

Das Strassenbild ist geprägt von chinesischen Restaurants, welche alle Arten von chinesischen Köstlichkeiten dem hungrigen Besucher anbieten. Was natürlich in einem richtigen Chinatown auch nicht fehlen darf, sind die kleinen chinesischen Läden, die alle Art von Kitsch und Tand anbieten.

   
Incheon's chinesischer Stadtteil wurde gemäss historischen Dokumenten 1884 gegründet. Seine neuen Bewohner stammte hauptsächlich aus Shandong, der andere Teil stammte aus den Provinzen Hebei, Jiangsu, Fujian und Guangdong.

Die erste Generation Chinesen, die sich in Korea niederliess, hielt stark an ihren chinesischen Traditionen fest und pflegte in Incheon ihren eigenen Lebensstil. Die neu angesiedelten Chinesen betätigte sich als Verkäufer von aus China importierten Nahrungsmitteln, Salz und Getreide. Als Zahlungsmittel nahmen sie von den Koreanern Gold an, das sie an chinesische Geschäftsleute weiterverkauften.

Der Ausbruch des zweiten Chinesisch-Japanischen Krieges im Juli 1937, der das gesamte chinesische Festland in Mitleidenschaft zog, führte zu einem Stillstand des Handels in Incheon. Viele Bewohner verliessen Korea um in Taiwan, in den USA oder in andern Ländern Südostasiens eine neue Heimat zu finden. Diejenigen, die blieben, verdienen sich bis heute ihren Lebensunterhalt mit Restaurants, als Ladenbesitzer oder Hafenarbeiter. 
 



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