Kraniche in Korea und Japan
In Korea haben Kraniche eine besonders symbolträchtige Bedeutung. Sie bedeuten eheliches Glück, da sie lebenslang einem Partner treu bleiben und  stehen für Weisheit und ein langes Leben.  Diese storchenähnlichen Zugvögel mit rötlicher Kopfhaube haben seit sechzig Millionen Jahren die Erde bevölkert. Sie werden bis zu 70 Jahre alt. Jungtiere antworten meist sehr rasch auf den Ruf eines Elternteils. Daher bedeutet ihre Darstellung gleichfalls Liebe zu den Eltern, die so wichtige konfuzianische Tugend. In China bekundet ein flügelschlagender weißer Kranich auf dem Brustschild des scharlachroten Gewands den hohen Rang eines Mandarins neunten Grades, entsprechend etwa dem heutigen Staatssekretär.
 

Kranichsymbole bei traditionellen koreanische Möbeln
 

Die geschwungenen Füsse der traditionellen koreanischen  Medizinschränkchen und Beistellmöbeln symbolisieren einen sitzenden Kranich, ein Symbol, das ebenfalls vielfach zur Dekoration von Celadonvasen verwendet wird.

Um zu verhindern, dass die Wärme des Bodens (ondol floor) sich auf die Möbel überträgt, stehen die meisten typischen koreanischen Möbeln auf geschwungenen Füssen.

 
Im Überwinterungsgebiet auf der Koreanischen Halbinsel

Das Mündungsdelta des Han-Flusses bildet im Westen der Koreanischen Halbinsel die Landesgrenze zwischen Nordkorea und Südkorea. Seoul, die Hauptstadt Südkoreas, liegt etwas weiter stromaufwärts. Da sich das unübersichtliche Delta als natürliche Invasions-Route geradezu anbietet, ist es rundherum eingezäunt und wird von beiden Seiten Tag und Nacht streng bewacht. Es ist ein Niemandsland, in das sich kaum jemand hineinwagt. Und darum ist es als Feuchtgebiet weitgehend intakt geblieben; das Delta ist ein Vogelparadies sondergleichen.
 
Etwa 2000 Weissnackenkraniche steuern jeden Oktober von Norden kommend das Han-Delta an. Wenn das Wetter im November auch hier allmählich immer kälter und unfreundlicher wird, fliegt etwa die Hälfte von ihnen weiter über das Meer nach der japanischen Insel Kyushu. Die restlichen Weissnackenkraniche verlassen zwar das Mündungsdelta des Han ebenfalls, bleiben aber den Winter über im Bereich der entmilitarisierten Zone, die sich als vier Kilometer breites Band über die koreanische Halbinsel zieht. Die meisten von ihnen begeben sich zum Sachon-Fluss, der durch ein Tal mit recht mildem Klima fliesst. Hier finden sie in den Panmunjom-Flussauen günstige Nahrungs- und Lebensbedingungen.

Durch dieses Feuchtgebiet verläuft die einzige Strasse, welche Nordkorea mit Südkorea verbindet. Links und rechts der Brücke, die den Sachon überquert, befinden sich militärische Einheiten der beiden verfeindeten Länder. Interessanterweise sind die Soldaten beider Seiten um das Wohlergehen der Weissnackenkraniche, die sich oftmals zu Hunderten im Bereich der Brücke aufhalten und wenigstens ein bisschen Leben in die Stille der entmilitarisierten Zone bringen, sehr besorgt. In besonders kalten Wintern streuen sie Reis- und Maiskörner auf die flussnahen Felder, wo sie von den recht zutraulichen Vögeln gerne angenommen werden.
 

 

Im Überwinterungsgebiet in Japan

In manchen orientalischen Kulturen gilt der Kranich als Symbol für ein glückliches und langes Leben. Lange Zeit brachte dies allerdings den eleganten Vögeln keinerlei Vorteile: Sie wurden gejagt wie alle anderen Wasservögel auch.
 
Dies hat sich zumindest in Japan seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs grundlegend geändert. Als in den Nachkriegsjahren nur noch etwa 30 bis 50 Weissnackenkraniche ihr Überwinterungsquartier, im nahe der Stadt Izumi auf der Insel Kyushu liegenden Flussdelta aufsuchten, beschloss die japanische Regierung, den Vögeln zu helfen. Ein striktes Jagdverbot für Kraniche wurde erlassen. Mit regelmässigen Fütterungen sollte versucht werden, den Tieren das Überleben zu erleichtern. Dank diesen Massnahmen hat sich der Bestand der überwinternden Weissnackenkraniche stetig erhöht und erreichte gegen Ende der siebziger Jahre die Zahl von 1200 Tieren. 
 
Seither ist der Bestand stabil geblieben. Man nimmt an, dass jetzt das Angebot an geeigneten Brutplätzen im nördlichen Verbreitungsgebiet das weitere Wachstum der Population beschränkt.

Die Kraniche bei Izumi sind zu einem beliebten Touristenziel geworden. Tausende von Naturfreunden besuchen jeden Winter die Fütterungsstellen, wo die Vögel ausserordentlich zahm sind und aus nächster Nähe fotografiert werden können. Unter den Besuchern befinden sich viele frisch vermählte Paare, die sich von ihrer Begegnung mit den Kranichen Glück und Segen für ihre Ehe erhoffen.

Gegen Ende Februar veranlassen die zunehmend heftigeren Sturmwinde und der klare Himmel die Kraniche dazu, ihren Zug nach Norden in ihre Brutgebiete anzutreten.

Wenn es soweit ist, versammeln sich oftmals viele hundert Zuschauer, um mitzuverfolgen, wie ihre «Schützlinge» die thermischen Aufwinde dazu benützen, sich auf ausgebreiteten Schwingen immer höher zu schrauben und schliesslich nordwärts zu entschwinden.

Hokusai 36 views of Mount Fuji Tsukuda
(Kraniche in den Felder von Umezawa in der Provinz Sagami. Ukiyo-e des Künstlers Hokusai, Bild Nr. 14 der Serie 36 Ansichten des Berg Fuji)



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