Die Pinie - ewiges Symbol für Stärke und Leben
Die Pinie gehört zur Familie der Kiefern- und Tannengewächse. Die Kiefer ist ein Nadelbaum, der bis zu 20m hoch wird. Sie wird auch Föhre genannt und ihr lateinischer Name ist Pinus sylvestris . Die Kiefer hat paarige, spitze Nadeln und ist ein wichtiges Nutzholz. Gerade die traditionellen koreanischen Möbeln werden gerne aus Pinienholz hergestellt. Mit 94 Spezies eines der am weitesten verbreiteten Nadelhölzer in den Ebenen und Bergtälern der nördlichen Halbkugel, mit wenigen Arten auch im tropischen Bereich.
 
Für alle Menschen scheint es einen Baum zu geben, der ihnen im Lauf der Geschichte etwas Besonderes bedeutet. Für die Japaner ist es die alte Pinie, für Europäer die Eiche und für die am Mittelmeer lebenden Menschen der Olivenbaum. Die Pinie ist der Baum, der mit dem Leben der Koreaner und der Kultur eng verbunden ist, nicht nur symbolisch, sondern auch praktisch.

Was bedeutet die Pinie für Koreaner? Tausende von Jahren nahm sie einen bedeutenden Platz im Leben der Koreaner ein. Babys wurden in Häusern mit Pfeilern und Balken aus Pinienholz geboren. Um Unglück fernzuhalten wurden Pinienzweige in ein vor dem Haupttor hängendes Seil geflochten. Reis wurde über einem Feuer aus Pinienholz gekocht, mit dem gleichzeitig die koreanische Fussbodenheizung ondol beheizt wurde.
 

Ferner verwendeten die Koreaner Bretter aus Pinienholz bei der Herstellung von Möbeln, sie brühten Tee und brauten Alkohol mit Piniennadeln. In Dürrezeiten schälten sie die äussere Haut der Piniennadeln und bereiteten aus ihnen Reiskuchen zu oder würzten damit Reisschleim.

Aus dem Puder der Pinienblüten bereiteten sie süsse Kuchen, dasik genannt. Einen Pilz namens poria cocos, der zwischen den Wurzeln der Pinien wächst, verwendeten sie in der Kräutermedizin. Darüber hinaus schätzten sie die am Fuss der Pinien wachsenden Pinienpilze.

Medizinschränkchen aus Holz
 

 

 

 

 

Pinienharz kam als Insektizid zum Einsatz, das aus getrockneten Pinienwurzeln gewonnene Öl diente als Lampenöl. Der beim Abbrennen von Pinienzweigen entstehende Russ fand, mit Öl vermischt, als Tusche zum Schreiben und Malen Verwendung. Im Winter trugen die Frauen Windschirme aus Pinienholz, die Männer Jacken mit bernsteinartigen Knöpfen, geformt aus Pinienharz. Zen-Mönche erfreuten sich am klaren, eleganten Klang des durch Pinien streichenden Windes, Gelehrte liebten Wandschirme, die mit Darstellungen grüner Pinien verziert waren. Die Verstorbenen wurden in Särgen aus Pinienholz zur letzten Ruhe gebettet.

Die Pinie ist sehr langlebig und gehört zur Familie der immergrünen Pflanzen, d.h., sie behält selbst im Winter ihr Grün. Da sie ihr Aussehen nicht verändert, wie sehr sich auch die Umgebung verändern mag, sehen die Koreaner in ihr ein Symbol der Treue und Ehre. Bei traditionellen koreanischen Hochzeitszeremonien stehen zwei Vasen auf dem Tisch, die eine mit einem Pinien-, die andere mit einem Bambuszweig. Sie gemahnen Braut und Bräutigam, einander zu vertrauen und zu ehren. Die dunkelgrünen Blätter, die ihre Farbe nie verlieren, die rötlichen Zweige, die Unerschütterlichkeit, mit der die Pinie jeglichen Bedingungen trotzt, sowie die Flexibilität der weich geschwungenen Kurven, dort wo die Zweige in die Äste übergehen - diese Eigenschaften sind charakteristisch für die Pinie, die auch als Symbol der Toleranz gelten kann.
 

Traditionelle koreanische Möbel
 

Die geschwungenen Füsse der traditionellen koreanischen Medizinschränkchen und Beistellmöbeln symbolisieren einen sitzenden Kranich, ein Symbol, das ebenfalls vielfach zur Dekoration von Celadonvasen verwendet wird.

Um zu verhindern, dass die Wärme des Bodens (ondol floor) sich auf die Möbel überträgt, stehen die meisten typischen koreanischen Möbeln auf geschwungenen Füssen.

Kennzeichnend für die Schönheit der europäischen Tanne und der japanischen Hinoki-Zypresse sind die geraden Linien, die anmuten wie mit dem Lineal gezogen. Im Gegensatz dazu zeichnet sich die koreanische Pinie durch natürlich geschwungene Kurven aus. Die traditionelle koreanische Architektur akzeptiert diese Eigenschaft der Pinie und macht sie sich zunutze. Beispiele hierfür finden sich in vielen alten Tempeln und Privathäusern. Anstelle gerader Pfeiler und Querbalken vermitteln gekrümmte aus Pinienholz eine heimelige und angenehme Atmosphäre.
 
Die Ecken der schrägen Dachbalken sind ebenfalls von den Krümmungen des Pinienholzes geprägt. Im Gegensatz zu den japanischen, die nahezu gerade sind, sind die koreanischen alle gekrümmt, einige sehen aus, als wollten sie gleich davon fliegen. Pinienholz verleiht der Architektur eine natürliche Schönheit. Da es rau und sehr harzig ist, weist es selbst im glatten Zustand typische Risse, Astknoten und Krümmungen auf.
 
In den vergangenen 50 Jahren hat sich in Korea ein neuer Wohn- und Lebensstil entwickelt, woraufhin die Verwendung von Pinienholz drastisch gesunken ist. Vor kurzem ist die Pinie jedoch im Zuge des Trends, traditionelle Elemente in das moderne Leben einzufügen, erneut in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Als dekoratives Element in modernen städtischen Gebäuden, hat Pinienholz einen unerwartet frischen, modernen Charme.
 
Heute werden Pinien aus dem ganzen Land ausgewählt, die bei der Restaurierung des
Gyeongbokgung-Palastes und anderer alter Paläste in Seoul Verwendung finden.

Pinie (Pinus pinea)
 
Die Pinie gehört zur Familie der Kiefern- und Tannengewächse. Sie ist einer der Charakterbäume des Mittelmeerraums und kommt hauptsächlich in Südfrankreich, Spanien, Portugal und Italien vor. Typisch ist die malerische, schirmförmige, flache oder wenig gewölbte Krone, sowie die sehr kontrastreiche dunkle Maserung auf hellem Holz. Das duftende Harz dient zur Herstellung von Terpentin. Pinienholz findet immer mehr Einzug in Wohnräume, wo es zumeist als edles Türholz, aber auch als Möbelholz verwendet wird.
 
Kiefer (Pinius sylvestris)
 
Die Kiefer ist ein Nadelbaum, der bis zu 20m hoch wird. Sie wird auch Föhre genannt. Kiefern haben ein sehr grosses Verbreitungsgebiet. Die Kiefer hat paarige, spitze Nadeln und ist ein wichtiges Nutzholz. Sie wächst meist auf sandigen Böden. Sie kommen in ganz Europa, Nordamerika, Nahost und in Ostasien vor. Kiefernholz hat im frischen Zustand eine gelbliche bis rötliche Farbe, wobei der breite Splint heller ist als der Kern. Nach kurzer Lagerung dunkelt das Kernholz aber stark nach. Das Holz ist ausserdem sehr harzig und fettig. Kiefernholz ist gutes Bauholz und findet für Tischlerarbeiten, Fussböden, Türen etc. Verwendung.
 
Auf der Rinde der Kiefer wächst und lebt fast nichts, da die Borke giftig ist.
 
Verschiedene Unterarten der Kiefer sind:
 
Die Rotföhre, ein sehr verbreiteter Nadelbaum, der zur Harzgewinnung verwendet wird
Die Logföhre (Latsche), die in europäischen Gebirgen vorkommt.
Die Schwarzföhre in Südeuropa und am Alpenostrand, welche auch der Harzgewinnung dient.
Die Pinie in den Mittelmeerländern mit den geniessbaren Samen, Pignolen.
Die Zirbelkiefer, auch genannt Arve, welche in den Alpen und den Karpaten vorkommt und die Zirbelnuss trägt.


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