| Ungeduldig, ungestüm und
freiheitsliebend, Geduld ist definitiv nicht der Pferde Stärke. Nach oben
und nach vorne ist das Kredo, da wird nicht nach rechts und nach links
geschaut. Redebewandt stehen Pferde den schönen Künsten aufgeschlossen und vielseitig begabt
gegenüber und so erstaunt es nicht, das Pferde oft im Parlament anzutreffen
sind. Lärmende Strassenverkäufer sind genauso anzutreffen wie freischaffende Künstler, Forscher oder
Raumfahrer.
Pferde-Frauen wissen sich mit weiblicher Schläue in Szene zu setzen und helfen mit Puder und Schminke nach, wo die Natur zu
versagt hat. Man trifft sich bei
Partys, Empfänge und Gala-Diners und wiss sich in Szene zu setzen. Da fühlen sich Pferde wohl,
denn Stubenhocken ist nicht ihr Ding. Selbstbewusst, abenteuer- und reiselustig
liegt das Pferd das Neue und Unbekannte
In der Liebe gehen Pferde aufs Ganze, da werden keine Kompromisse gemacht.
Und so erstaunt es nicht, dass in der Ehe Pferde stets der dominierende Teil
sind.
Sich mit Pferden anzulegen ist gefährlich, ihr Wortschatz ist
reich und kann verletzen. Sie lassen sich nicht anbinden oder einschränken,
erhalten sie Auslauf und Freiheit werden sie das dankbar quittieren mit guter Freundschaft und Anhänglichkeit.
Die koreanische Jahres- und Zeiteinteilung
Dem asiatischen Kalender und der koreanischen Zeiteinteilung haftet etwas Mythisches an. Da ist vom Jahr des weissen Pferdes die Rede oder vom Jahr des Schweins. Das kommende Jahr 2001 ist das Jahr der Schlange. Auf welcher Grundlage diese Jahres- und Zeiteinteilung erfolgt, ist für die meisten Menschen ein Rätsel, das an dieser Stelle ein wenig gelüftet werden soll.
Die koreanische Jahres- und Zeiteinteilung basiert auf einem System, das Kanji genannt wird. Es ist die Abkürzung von Ch'onkan und Jiji. Ch'onkan umfasst 10 und Jiji umfasst 12 Zeichen, die der
Reihe nach miteinander kombiniert werden.
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Jede dieser Kombinationen symbolisiert ein Jahr und wenn alle Zeichen einmal miteinander kombiniert wurden, erhält man einen Jahreszyklus von 60 Jahren. Schon in alten Zeiten verwendete man in China diese Zeiteinteilung, um Glück und Unglück im alltäglichen Leben vorhersagen zu können. Eine genaue Kenntnis dieser Zeiteinteilung und deren Auswirkungen auf den Alltag gehört zu den Grundkenntnissen der asiatischen Wahrsager.
In Korea wurde das System Kanji zu der Zeit eingeführt als das Königreich Shilla (57-935) die koreanische Halbinsel vereinte (ab 668). Seitdem ist Kanji ein wichtiger Bestandteil im Leben der Koreaner. Die verschiedenen Zeichen basieren auf chinesischen Schriftzeichen. Der Einfachheit halber sind sie in diesem Text nach der jeweiligen koreanischen Aussprache transkribiert.
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Diese Zeichen werden nun der Reihe nach kombiniert, angefangen mit Kap-Ja, Uel-Ch'uk und so fort. Nach 60 Mal gelangt man wieder an den Anfang Kap-Ja. Auf diese Weise entsteht der 60
Jahres-Zyklus. Deshalb ist der 60. Geburtstag für einen Asiaten einer der wichtigsten Feiertage seines Lebens.
Den Zeichen Ch'onkan werden die fünf Farben blau, rot, gelb, weiss und schwarz zugeordnet, während den einzelnen Jiji-Zeichen die Tiere
Ratte,
Ochse
(Büffel),
Tiger,
Hase,
Drache,
Schlange,
Pferd,
Schaf,
Affe,
Huhn,
Hund und
Schwein zugeordnet werden. Auch die Zeiten werden nach den Jiji-Zeichen unterteilt. Da es 24 Stunden, aber nur 12 Zeichen gibt, gilt ein Zeichen jeweils für zwei Stunden. Dieses Zwei-Stundenintervall wechselt jeweils zwischen Yin und Yang, also weiblich und männlich und lässt sich wie folgt tabellarisch darstellen:
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Ch'onkan (10 Zeichen) |
Jiji (12 Zeichen) |
Kap (blau) |
Ja (Ratte, 23:00-0:59 Uhr, Yang) |
Uel (blau) |
Ch'uk (Ochse, 1:00-2:59 Uhr, Yin) |
Byeong (rot) |
In (Tiger, 3:00-4:59 Uhr, Yang) |
Jeong (rot) |
Myo (Hase, 5:00-6:59 Uhr, Yin) |
Mu (gelb) |
Jin (Drache, 7:00-8:59 Uhr, Yang) |
Ki (gelb) |
Sa (Schlange, 9:00-10:59 Uhr, Yin) |
Kyeong (weiss) |
Oh (Pferd, 11:00-12:59 Uhr, Yang) |
Shin (weiss) |
Mi (Schaf, 13:00-14:59 Uhr, Yin) |
Im (schwarz) |
Shin (Affe, 15:00-16:59 Uhr, Yang) |
Kye (schwarz) |
Yu (Huhn, 17:00-18:59 Uhr, Yin) |
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Sul (Hund, 19:00-20:59 Uhr, Yang) |
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Hae (Schwein, 21:00-22:59 Uhr, Yin) |
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Die zwölf Tiere regieren in einem regelmässigem Turnus je ein Jahr. Deshalb ist auch vom "Jahr des Affen" vom "Jahr des Drachen" die Rede. Die Farben ergeben sich aus den Ch'onkan, so dass zum Beispiel die Kombination Mu-Jin, einen "Gelben Drachen" ergibt. Ein Kind, das 2000 um 22:15 zur Welt kam, ist also im Jahr des Weissen Drachens zur Stunde des
Schweins geboren und steht unter dem Einfluss des Yin. Der Tierkreis selbst wird durch die Ratte eröffnet - für Europäer häufig unverständlich, da die Ratte für sie ein unsympathisches Tier ist. In Ostasien hat die Ratte aber ein positives Image. Sie gilt als klug, mutig, vorsorgend geschickt und ausdauernd, daher wird sie als erstes der zwölf Tiere des asiatischen Tierkreises genannt.
| Einer Legende nach soll
Buddha die Tiere der Welt zu sich gerufen haben. Nur 12
Tiere folgten seinem Ruf, worüber der Erleuchtete sehr
enttäuscht war. Als Dank für diejenigen, die ihm ihre
Verehrung bekundeten, wurde jedem Tier ein Jahr
zugesprochen, das vom Wesen des jeweiligen Tieres geprägt
ist. Die Reihenfolge der Tiere entspricht der Reihenfolge,
in der sie bei Buddha eintrafen. Zuerst trottete der Ochse
herbei, der die Ratte auf seinem Rücken trug. Er hatte
sie aus Gutmütigkeit mitgenommen. Kurz vor dem Ziel
sprang sie über seinen Kopf und eilte voraus, so dass sie
als erste bei dem Erleuchteten eintraf. Seitdem eröffnet
sie den Tierkreis, während der Ochse sich mit dem zweiten
Platz begnügen muss. Es gibt noch eine andere Erklärung
für die Reihenfolge im Tierkreis. |
Demnach soll der Himmelkönig einen
Wettstreit unter den sich ständig streitenden Tieren angeordnet
haben, um eine Rangordnung festzulegen. Das Ergebnis entspricht
der Reihenfolge des Tierkreises.
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