Die Tripitaka Koreana, 
UNESCO-Weltkulturerbe im Tempel von Haeinsa 

Die Tripitaka Koreana besteht aus mehr als 81.340 beschrifteten Holzblöcken. Für die Aufzeichnung des buddhistischen Kanons, der zur Zeit des Goryeo- Königreichs (935-1392) entstand, wurden etwa 52 Millionen chinesische Schriftzeichen verwendet. Jedes einzelne Schriftzeichen ist ohne jegliche Auslassung korrekt wiedergegeben. Abgesehen von ihrem Wert als Kunstwerk ist die Tripitaka Koreana bekannt als der älteste und umfassendste buddhistische Kanon der Welt.

Die Druckplatten wurden auf der Insel Ganghwa angefertigt und wurden später in den Haein-Tempel gebracht, wo sie bis heute aufbewahrt werden. Die Druckplatten sind 69,6 Zentimeter lang, 24 Zentimeter breit und 1.6 Zentimeter dick. Es dauerte rund 16 Jahre bis die Druckplatten mit buddhistischen Schriften versehen waren. 
 
CHANGGYONG P ' ANGO - die Lagerungsgebäude der Tripitaka Koreana:
 


 

Die Changgyong Panjon, die Aufbewahrungsstätte der Tripitaka Koreana, wurde 1488, am Anfang der Joseon–Dynastie, errichtet. Die Lagerungsgebäude der Tripitaka Koreana sind die ältesten in diesem Tempel. Die Gebäude bestehen aus zwei langen Gebäuden, die auf den Norden und Süden mit zwei kleineren auf dem Osten und Westen zwischen sie gestellt sind und auf diese Art ein Rechteck formen. 

Die Gebäude, die den architektonischen Stil der frühen Joseon–Dynastie zeigen sind bekannt für ihre Vorrichtungen zur Lüftungs- und Klimasteuerung, welche die Erhaltung der Holzdruckstöcke der Tripitaka Koreana erst ermöglichten. Allein dieser einmalige Lagerraum ist Gegenstand umfangreicher wissenschaftlicher Forschung. Durch die Anordnung der Belüftungs-Fenster (an einer Seite oben kleine; unten grosse Fenster - an der anderen, gegenüber- liegenden Seite unten kleine und oben grosse Fenster) wird eine Luftzirkulation geschaffen, welche extreme Temperaturschwankungen, wie sie im Lauf der Jahreszeiten auftreten, verhindert. Das Holz der Druckstöcke kann somit nicht faulen und ist bis heute in einwandfreiem Zustand.
  

 
Der Begriff Tripitaka stammt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie "drei Körbe". Nach der Originalsprache Pali unterscheidet man die Mönchsregeln= Vinaya, Buddhas Lehrreden= Sutras und Kommentare sowie Metaphysik= Abhidharma). Diese ursprünglichen Schriften wurden in Bambuskörben aufbewahrt. Daher der Name "Dreikorb".
 
Die Tripitaka Koreana wurde geschaffen, um Buddhas Beistand gegen die Invasion der Mongolen zu erbitten. Es dauerte 16 Jahre, die Holzblöcke herzustellen und die verschiedenen Texte in chinesischen Zeichen hineinzu- schnitzen. Begonnen wurde damit 1236, im 23. Regierungsjahr König Kojongs.
 
Die Tripitaka Koreana ist die zweite Ausgabe jener buddhistischen Schriftsammlung, die jedoch im Gegensatz zur "Erstausgabe" vollständig erhalten blieb.

Zur Herstellung der Holzblöcke wurden die Stämme weisser Birken zunächst drei Jahre lang im Wechsel in Seewasser eingeweicht und anschliessend getrocknet, bevor sie schliesslich in Blöcke geschnitten und mit verschiedenen Texten versehen wurden.

 

 
Die koreanische Regierung und buddhistische Anhänger unterstützten das Haeinsa Tripitaka Research Center und seine koreanischen und ausländischen Gelehrten in dem 1991 begonnenen Projekt, die Tripitaka Koreana in den Computer einzugeben. Doch damit war es nicht getan. Die digitale Version beinhaltet ein Glossar, Bilder der Holzblöcke, bibliographische Hinweise, einen Index, ein Lexikon buddhistischer Termini, ein chinesisches Lexikon sowie verschiedene Suchfunktionen.
 
Gegenwärtig arbeiten Korea, China, Taiwan und die USA an der Digitalisierung verschiedener buddhistischer Kanons weltweit. Aufgrund der bei der Digitalisierung der Tripitaka Koreana gemachten Erfahrungen kommt Korea hierbei eine führende Rolle zu.
 

Die Tripitaka Koreana stellt eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Ostasiens dar. Komplette Abdrucke findet man in den Tempeln Tongdo ("Tempel des umfassenden Wissens und der Welterlösung") nördlich der Hafenstadt Busan und Kumsan sowie in der Nationalbibliothek von Seoul.
 

Die UNESCO-Liste des Welterbes
 
Seit 1995 ist die Tripitaka Koreana und der Tempel von Haeinsa Changgyong P'ango auf der "UNESCO-Liste des Welterbes" aufgeführt. Diese Liste führt für Korea die folgenden Kulturschätze:
 
* Grottentempel von Seokguram und Tempel von Bulguksa (K/1995)
* Tempel von Haeinsa Changgyong P'ango (Aufbewahrungsort der Tafeln der Tripitaka Koreana) (K/1995)
* Chongmyo Schrein der königlichen Ahnenverehrung in Seoul (K/1995)
* Palast von Ch’angdokkung (K/1997)
* Festung Hwasong (K/1997)
* Dolmenstätten von Koch'ang, Hwasun und Kanghwa (K/2000)
* Historische Stätten von Geyongju (K/2000)
* Jeju Vulkaninseln(K/2007)

Mit der Benennung von Kultur- und Naturstätten für die Welterbeliste der UNESCO verpflichten sich die betreffenden Staaten zu fortdauernden Schutz- und Erhaltungsmassnahmen.



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