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Utagawa (Ando) Hiroshige

Utagawa (Ando) Hiroshige

Utagawa (Ando) Hiroshige

Ando Hiroshige, als Sohn eines Samurai und Feuerwehrmanns im Schloss des  Shoguns in Edo, dem heutigen Tokyo 1797 geboren, trat nach dem Tod seiner Eltern um 1811 in die berühmten Utagawa Malschule ein. Damals leitete der Ukiyo-e Meister Toyohiro Utagawa die Schule und gemäss der damaligen Tradition dürfte Hiroshige im Jahr 1812 formell den Namen Utagawa annehmen. Von da an nannte er sich Utagawa Hiroshige, er wird in der Ukiyo-e Literatur jedoch zumeist als Ando Hiroshige geführt.
 
Einundzwanzigjährig wurde Hiroshiges erste Buchillustration im Jahr 1818 gedruckt. Bis 1830 schuf er Farbholzschnitte im traditionellen Stil seines Meisters Toyohiro Utagawa. Typische Themen aus dieser Zeit sind Schauspielerportraits, schöne Frauen und Kriegerthemen. Berühmt wurde Ando Hiroshige ab 1830 mit ein einem neuen Genre - Landschaftsbildern. Beeinflusst von Katsushika Hokusai (1760–1849) erstellt Hiroshige seine erste grosse Serie, nur wenige Jahre nach der Publikation der ersten Landschaftsbilder Hokusai's.
 

Dank dem kommerziellen Erfolg der Serie '53 Stationen des Tokaido'  blieb Ando Hiroshiges den Landschaftsgrafiken für die nächsten zwanzig Jahre treu. Die umfangreichen Themenzyklen wurden in Variationen öfters aufgelegt, nicht zuletzt dank dem ständigen Verlangen seiner Verleger nach neuen, sich gut verkaufenden Holzschnitten.
 
62-jährig starb Ando Hiroshige am 12. Oktober 1858 in Edo an der Cholera. Mit einem Lebenswerk von geschätzten 5.400 Farbholzschnitten zählt Hiroshige zu den produktivsten und erfolgreichsten Künstlern des Ukiyo-e.
 
Nebst den Tokaido-Serien hat Hiroshige die folgenden, berühmten Serien geschaffen: •Berühmte Plätze der östlichen Hauptstadt (gemeint ist Edo)

  • Berühmte Plätze von Kyoto
  • Berühmte Ansichten an den 60 Provinzen (1853-1856)
  • 69 Stationen der Kiso Strasse
  • Acht Ansichten des Biwa Sees
  • 36 Ansichten des Mount Fuji
  • 100 berühmte Ansichten von Edo (Meisho Edo Hyakkei) (1856–1858)

Das Verlegen von Farbholzschnitten in der Edo Periode war ein Geschäft vergleichbar mit dem heutigen Verlegen von Büchern oder Filmen.